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GV des Naturverein Herznach Ueken

 

1)Der wiedergewählte Vorstand mit Ignazius Schmid, Sabine Lenzke, Arno Wernle, Verena Kläusler und  Thomas Vogler (von links).

(isch) Die Präsidentin, Verena Kläusler, konnte am 9. März im «Löwen» in Herznach eine erfreulich grosse Zahl von Vereinsmitgliedern und einige Gäste zur GV des Naturverein Herznach Ueken begrüssen. Danach hielt Dr. Linus Hüsser, renommierter Historiker, ein Referat und zeigte viele Bilder zu den beiden Themen Asperkreuz und Gedenkstein in der Moosmatt.

2)Dr. Linus Hüsser

Das Asperkreuz ist ein in einen Felstritt eingemeisseltes einfaches Kreuz mit der Jahrzahl 1534. Um dieses Kreuz ranken sich seit langer Zeit mündlich überlieferte Erzählungen. Zum Beispiel: Leute aus Asp, dem reformierten Berner Aargau zugehörig, hätten verbotenerweise katholische Gottesdienste in Herznach besucht, wohin sie auf Schleichwegen gelangten. An diesem heimlichen Kirchweg liegt im Waldgebiet Egg das Asperkreuz. Eine etwa 100-jährige Textpassage, gefunden im Pfarrarchiv Zeihen, verweist auf diese Herznacher Erzählung. Das Asperkreuz wird aber nicht erwähnt. Leider ist sie die einzige und nicht gerade ergiebige schriftliche Quelle, die einen Schleichweg erwähnt.

 

3)Felstritt mit Asperkreuz und Jahrzahl 1534

 

Wenige Meter neben dem Asperkreuz liegt ein schmaler Hohlweg. Es ist durchaus möglich, dass Leute aus dem früher zu Herznach gehörenden Weiler Benken und den Pilgerhöfen auf dem Weg zur Kirche Herznach durch diesen Hohlweg liefen und das Kreuz einmeisselten. Die Jahrzahl 1534 dürfte nicht besonders alt sein, denn die Ziffern haben die heute gebräuchliche Form, jene des 16. Jahrhunderts sahen wesentlich anders aus. Der Freude der Leute an den alten Geschichten sollen die Ergebnisse des Historikers aber keinen Abbruch tun.

 

4)Felstritt mit Asperkreuz und Jahrzahl 1534  5)Gedenkstein bei der Moosmatt

 

Wesentlich ergiebiger waren die Recherchen zum Gedenkstein in der Moosmatt: Er erinnert an den Aufenthalt der Geb San Kp IV/3 im Waldgebiet Sarbe im Jahre 1940 im Rahmen des Aktivdienstes während des 2. Weltkriegs. Schriftliche Unterlagen zeigen: Die Kompagnie war nur vom 6. Mai bis 18. Juli 1940 in Herznach und wurde dann wieder verlegt. Sie hob Baugruben aus, um im Bedarfsfall rasch eine Sanitätshilfsstelle einrichten zu können. Zudem erstellte sie eine Zufahrtsstrasse von der Willistrasse (heute Zeiherstrasse) entlang dem Startlebächli bis zur Moosmatt. In einem Sitzungsprotokoll des Gemeinderats Herznach ist zu lesen (Zitat): Die San. Kp. IV/3 dankt nochmals für die freundliche Aufnahme, welche sie in Herznach gefunden habe. Es sei dazu festgestellt, dass diese wohl viel Kosten durch Einrichtungen verursacht hat, anderseits darf man aber nicht vergessen, welch grosse Arbeit sie im Wegbau im Sarben (Kohlgrube) zum Nutzen der Gemeinde geleistet hat. Der Weg Willistrasse–Moosmatt ist wohl der schönste Waldweg, den wir besitzen. Wir wollen das dankbar anerkennen und Sorge dazu tragen, dass er gut unterhalten werde. Es sei noch speziell erwähnt, dass bei dem Wegübergang in der Mooshalde (gemeint ist wohl Moosmatt) ein Gedenkstein mit einer steinernen Ruhebank inmitten eines kleinen Parkes von der genannten Kp. gestellt worden ist, welche ein idyllisches Plätzchen ist das Seinesgleichen in unseren Waldungen vergeblich sucht. Auch dieses anmutige Flecklein Erde wollen wir hegen in dankbarer Erinnerung an die ernsten Zeiten, in denen es so schön hergerichtet worden ist (Ende Zitat).

 

 

6)Idyllisches Plätzchen mit Gedenkstein

 

Fragen wirft das Berner Wappen auf dem Gedenkstein auf. Und wieso leisteten Gebirgssoldaten im Tafeljura Dienst? Diesen Fragen ist Linus Hüsser gründlich nachgegangen und das ausführliche Ergebnis lautet zusammengefasst: Es fanden in den Jahren 1939/40 relativ rasch hintereinander mehrere Umdispositionen der grossen Verbände der Armee statt, bedingt durch die wechselnde Bedrohungslage. Im Rahmen dieser Wechsel der Einsatzorte gelangten auch Berner Gebirgstruppen für einige Monate ins Fricktal und mit diesen die Geb San Kp IV/3. Und die Form des Gedenksteins lässt vermuten, dass unter den Sanitätssoldaten ein begabter Grabsteinmacher war, der das Soldatendenkmal schuf.

 

Ordentliche Traktanden
Nach dem Vortrag folgte die Behandlung der Traktandenliste. Die verschiedenen Berichte und die Anträge des Vorstandes fanden alle grosse Zustimmung. Speziell zu erwähnen sind: Der bisherige Vorstand (Kläusler Verena Präsidentin, Vogler Thomas, Lenzke Sabine, Schmid Ignazius, Wernle Arno) wurden für drei weitere Jahre wiedergewählt. Die Präsidentin und die zwei Revisoren behalten Funktion und Amt. Auf Antrag von Max Sterchi wurden 500 Franken bewilligt als Beitrag an das neue Naturzentrum am Klingnauer Stausee, welches BirdLife Aargau zusammen mit BirdLife Schweiz bis etwa 2019 am Südwestufer bauen und einrichten wird.
Das Jahresprogramm 2017 enthält folgende Positionen: Putzen Mehlschwalbennester; Begrünen Fondle Weiher; Kurs Gartenvögel, Theorie und Praxis; Besuch Vogelwarte Sempach; Blumenwiese erstellen beim Gemeindehaus, enthaltend einen Steinhaufen; eine Exkursion zum Thema «Früchte der Natur, essbar oder giftig?»; ferner Pflegearbeiten und ein Einsatz zu Gunsten des Jugendclubs Pirol. Möge auch 2017 ein erfolgreiches Vereinsjahr werden, die Anzeichen dafür sind günstig.

 

 

Unsere Bilder
Erstes Bild: Der wiedergewählte Vorstand mit Ignazius Schmid, Sabine Lenzke, Arno Wernle, Verena Kläusler und  Thomas Vogler (von links).
Zweites Bild: Dr. Linus Hüsser
Drittes und viertes Bild: Felstritt mit Asperkreuz und Jahrzahl 1534
Fünftes Bild: Gedenkstein bei der Moosmatt
Sechstes Bild: Idyllisches Plätzchen mit Gedenkstein

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